Kurzkrimis

Almas Fluch

In: Criminalis. Magazin für Krimifreunde. (S. 55-62)
Hrsg. von Dorothea Puschmann
Telgte: Capricorn Literaturverlag 2003
ISBN 3-9807961-3-2

Sie sind doch auch schon mal von der Autobahn runtergefahren, um aufs Klo zu gehen? Und als Sie zu Ihrem Wagen zurückkehrten, fanden Sie – pardon – eine Leiche auf Ihrer Kühlerhaube? Alma jedenfalls ist es passiert…

Leseprobe aus Almas Fluch

Alma leerte den Becher und warf ihn in einen Papierkorb. Es war kaum was los. Kein Mensch an der Tankstelle. Das Neonlicht bei den Klos leuchtete weiß. Sie ging um die Ecke, aber Erich war nicht zu sehen. Vielleicht am Auto. Sie hatten zwanzig Minuten vereinbart. Auch am Parkplatz keine Menschenseele. Alma zog den Reißverschluß ganz hoch. Irgendwas machte sie nervös. Alma dachte kurz, daß das Licht unwirklich sei. Dann sah sie ihn. Erich. Er lehnte über der Kühlerhaube seines Fiat Punto und war tot…

 

Stopfkraut in Teuschnitz

In: Bayerisches Mordkompott. (S. 124-135)
Hrsg. von Billie Rubin
Leer: Leda-Verlag 2003
ISBN 3-934927-33-5

In der Kälte des Winters braucht der Mensch ein warmes Essen. Aber Vorsicht: Das Kraut, das täglich auf den Tellern liegt, entpuppt sich als Mordwaffe …

Leseprobe aus Stopfkraut in Teuschnitz

Gegen fünf trat Birgit auf die Straße. In den Händen trug sie etwas… Roman stieg aus. Der Wind heulte und der Schnee fiel unendlich, wie die Tage und Wochen zuvor. Aus der Ferne kündigte sich grollend der Schneepflug an. Birgit ging schnell die Hauptstraße hinauf und bog vor der Kirche links ab. Roman hatte Mühe, mitzuhalten. Sie öffnete eine Tür. Roman rannte und schaffte es, die Haustür einen Spalt aufzuhalten. „Was zu essen, Dora“, sagte Birgit. Roman griff nach seiner Dienstwaffe …

 

Urbi et Orbi

In: Tatort Kanzel. (S. 186-201)
Hrsg. von Tatjana Kruse und Billie Rubin
Kiel: Wittig-Verlag 2004
ISBN 3-8048-4487-1

Der Papst spendet in Kürze den Segen Urbi et Orbi, wie immer zu Ostern. Aber ist der Mann in Weiß mit dem polnischen Akzent überhaupt der echte Papst? Ein deutscher Fernsehkorrespondent stirbt kurz vor der TV-Übertragung. Wusste er von dem geheimnisvollen Doppelgänger?

Leseprobe aus Urbi et Orbi

KLACK. Der Sargdeckel schnappte laut zu, und die anwesenden Fernsehleute, die an den Pulten vor ihren Monitoren saßen und nervös auf den Beginn der Ostermesse warteten, zuckten entsetzt zusammen. Die beiden Sargträger mühten sich, ihre Last die steilen Treppchen die Übertragungstribüne hinunter und aus dem Studio hinauszubugsieren. Als sie den Sarg zwangsweise querlegten, rumpelte es im Innern. Schwester Massea Liposchenko, die ukrainische Mitarbeiterin von Radio Vatikan, barg schluchzend den Kopf in ihren Händen. Dem BBC-Vertreter traten die Augen verdächtig weit aus den Höhlen. Man sah ihm den Wunsch an, sich schnellstmöglich zu übergeben. Schneidige Uniformierte standen diskutierend beim Ausgang, einer von ihnen hatte neben dem Übertragungspult des Toten Posten bezogen. …

 

Kugeln und Sterne

In: Brikada. Magazin für Frauen.
Dezember 2004.

Kommissarin Leonilda Krausmeier hat nichts anderes im Sinn, als Heilig Abend mit ihrer Ex-Schwiegertochter beim Qi Gong-Kurs zu verbringen. Da wird im Schleusenbecken in V. eine mit Weihnachtsschmuck behängte Leiche entdeckt…

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Hound Dog

In: Rot wie Blues. (S. 60-78)
Hrsg. von Lothar Ruske
Wiesbaden: Brücken Verlag 2005
ISBN 3-935136-23-4

Das verschnarchte Ostseenest Bellingholm plant ein Rockfestival mit Songwettbewerb und hofft auf Geld und Renommee. Nur zu dumm, dass Fat Bobo, der Produzent der städtischen Rockband Hound Dogs, ermordet im Tonstudio gefunden wird …

 

Das Koka-Ei

In: Brikada. Magazin für Frauen.
April 2006.

Wer versteckte das gelbe Osterei am Flussufer – und für wen

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Zigarettenpause

In: Jokers-Downloads.
Mai 2006.

Und in: In Kürze verstorben. (S. 33-45)
Hrsg. von Wolfgang Kemmer
Hillesheim: KBV 2008

Die einzige Sünde der Nonne war die tägliche Zigarette. Musste sie deshalb sterben?

 

Silberdrache

In: Tatort Internet. Kärntner Krimipreis 2006. (S. 175-187)
Hrsg. von Susanne Schubarsky und Fran Henz
Klagenfurt: Wieser-Verlag
ISBN 3-85129-636-2

Im Internet wird mit so manchem gehandelt, auch mit Tee, wovon der Silberdrache eine ganz besondere Sorte ist ... Nominiert für den Kärntner Krimipreis 2006

 

Bös gezeichnet!

Ein Weihnachtskrimi.

In: Brikada. Das Magazin für Frauen.
Dezember 2006

Enikö gewinnt einen Preis und zahlt mit dem Leben. Kommissarin Clemenza Conzi ist ihr dankbar, denn so entkommt sie dem Weihnachtsfest mit ihren neapolitanischen Verwandten…

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Die Tochter der Leibwächterin

In: Familien-Bilder. (S. 58-60)
Hrsg. vom Caritasverband Bamberg
Bamberg 2006
ISBN 978-3-00-020415-9

Mama nimmt Flora endlich mal zur Arbeit mit. Und wer eine Leibwächterin zur Mutter hat, kann sich auf Abenteuer einstellen ...

 

Melonenblüten

In: Germanistische Studien. (S. 114-115)
Hrsg. von Samson Karbelaschwili
Tbilissi 2006

Polizistin Nino, die kleinste und jüngste der Truppe, hebelt eine Falschgeldbande an der russisch-georgischen Grenze aus ...

 

Pfusch in Tüten

In: www.lesefutter.org
April 2007

Wie ein paar Krümel Butterhörnchen im Magen eines Mordopfers den hungrigen KHK Lurz auf die Spur einer Dealerbande führen.

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Mord im Sand

Eine Krimi-Rätsel-Rallye durch das Bamberger Sandgebiet.
Juli bis August 2007

Kurz vor der Sandkirchweih wird der Finanzberater Nick Schwalenberg ermordet. Jette Hansen, Neubambergerin, gräbt im Sumpf. Wird der Täter vor Kirchweihbeginn geschnappt?

www.mord-im-sand.de

 

An fremden Quellen

In: Unser Bayern.
Beilage zur Bayerischen Staatszeitung
August/September 2007, Jahrgang 56, Nr. 8/9, S. 29-31

Und in: Wasser. Bayerns kostbares Nass.
Hrsg. von Karin Dütsch
Bamberg/München: Erich Weiß Verlag und Bayerische Staatszeitung 2008, S. 162-166
ISBN 978-3-940821-00-3

Und in: Tödliche Wasser. Kriminalgeschichten.
Hrsg. von Wolfgang Burger, Stefan Schöbel und Marcus Imbsweiler
Meßkirch: Gmeiner 2009. S. 212-225

Bayern im Jahr 2073. Eine jahrzehntelange Dürre hat Mitteleuropa ausgetrocknet. Da muss Hauptkommissarin Rita Stern den Mord am Chef des örtlichen Wasserwerkes klären ...

 

Haltet den Knecht!

In: Brikada. Das Magazin für Frauen.
Dezember 2007

Und in: Die Reader Weihnachtskrimireihe. Sony Deutschland.
Dezember 2010. S. 99-101.

Für Caren ist die Arbeit als Nikolaus auf dem Weihnachtsmarkt einfach nur ein Job. Dass sie im roten Mantel ein Verbrechen aufklärt, damit hätte sie kaum gerechnet ...

 

Ein Pfeffersack macht Ärger

In: Zeter und Mordio. Kriminelle Geschichten aus dem finsteren Mittelalter. (S. 7-18)
Augsburg: Jokers 2008

Und in: Mörderischer Winter. Die spannendsten Kriminalgeschichten für kalte Tage. insel taschenbuch 2462. (S. 118-130)
Frankfurt am Main und Leipzig. 2009

Venedig 1347. Anna, die im Deutschen Haus die Buchhaltung führt, verliebt sich in den Nürnberger Gewürzhändler Chunrath. Als ihr Geliebter eines Morgens tot im Canal Grande treibt, ermittelt sie auf eigene Faust im Sumpf der Korruption ...

 

A Kiss is Still a Kiss

In: Postcard Stories Crime 2.
Hrsg. von Norbert Treuheit
Cadolzburg: ars vivendi 2008. Postkarte Nr. 27.
ISBN 978-3-89716-922-7

Und in: Literarischer Krimikalender 2010.
Cadolzburg: ars vivendi 2009

Racheakt, bei dem ein Sahnebonbon die Hauptrolle spielt ...

 

Tanjas Blog

In: Campusmord. (S. 7-34)
Hrsg. von Tove Simpfendörfer
Meßkirch: Gmeiner 2008

Informatikerin Tanja wirbelt an der Hochschule Ravensburg-Weingarten eine Menge Staub auf. Es ist ungesund, den Ehrgeiz eines Professors im eigenen Blog zum Thema zu machen ...

 

Ein Mords Balkon

In: Brikada. Das Magazin für Frauen.
Dezember 2008

Eine bitterböse Weihnachtsgeschichte aus der deutschen Gemeinde in Australien – natürlich rein fiktiv.

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Der rote Milan bringt den Tod

In: Gefährliche Nachbarn. 20 Kurzkrimis aus dem schweizerisch-deutschen Grenzgebiet.
Hrsg. von Paul Ott
Meßkirch: Gmeiner-Verlag 2009
ISBN 978-3-89977-794-9

Ein Wiedersehen mit Privatdetektivin Katinka Palfy! Katinka ermittelt in der Schweiz – und dringt ins Herz des Literaturbetriebs vor...

 

Death Of A Fish Concessionaire

In: Ellery Queens Mystery Magazine. The World’s Leading Mystery Magazine. (S. 58-64)
Übersetzt von Mary W. Tannert
Dezember 2009

Aktskizzen, ein toter Fischbudenmann und eine fränkische Kirchweih ... eine europäische Kriminalgeschichte, geschrieben für den amerikanischen Krimimarkt.
www.themysteryplace.com

 

Wer hat meinen Hund geküsst?

In: Brikada. Das Magazin für Frauen.
Dezember 2009.

Eine Sylvesterparty, ein kusswütiger Dackel und ein fieser Betrug ...

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Ein nahezu göttlicher Tod

In: Mörderischer Erfindergeist. (S. 273-286)
Hrsg. von Soko Metropolregion Rhein-Neckar
Meßkirch: Gmeiner 2011

Eine neue Spargelsorte, ein neugieriger Gott und ein ruchloser Mord ... Kriminelles aus der Metropolregion Rhein-Neckar.

 

Die Melodie, wenn du schmollst

In: Mörderischer Chiemgau. Kriminelle Geschichten. (S. 205-216)
Hrsg. von Günther Butkus und Jobst Schlennstedt
Bielefeld, Pendragon 2011

Eine Seilbahn, ein Wanderweg, jawohl, ein sehr schmaler Wanderweg an einem steilen Hang, und ein großspuriger Mentor ...

 

Noch acht Minuten bis 12

In: Brikada. Magazin für Frauen.
Dezember 2011.

Ein bitterböser Jahreswechsel für Menschen mit starken Nerven.

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Meine verehrte träumende Charlotte

In: Tatort Garten. (S. 139-154)
Hrsg. von Thomas Kastura
Cadolzburg, Ars Vivendi 2012

Der tödliche Effekt eines echten fränkischen Obstbrandes ... der mal nicht durch den Magen geht.

 

Ich wollt', ich wär (k)ein Huhn

In: Tatort Franken No. 3. (S. 274-281)
Cadolzburg, Ars Vivendi 2012

20 neue Kurzkrimis aus Franken ...

Große Taten

In: Brikada. Das Magazin für Frauen.
Dezember 2012.

Weihnachten, ein Sturmgewehr, und der unbedingte Wille, die Welt zu verändern ... 

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Leseprobe aus Das geheime Wissen der Zofe

Zum ersten Mal seit Jahrzehnten bin ich wirklich allein.

Der Tod hat mir den einzigen Menschen genommen, den ich je geliebt
habe. Sie war mir näher als meine eigene Mutter. Im Schein einer
flackernden Kerze betrachte ich ihr wächsernes Gesicht zum letzten Mal.
Dann bedecke ich ihr Antlitz mit einem weißen Tuch. Der Schreiner nagelt
den Sarg zu.

Vier junge Burschen kommen herein. Der ausgetretene Holzboden knarrt
ungehalten unter ihren Stiefeln. Sie tragen den Sarg über die schmale
Stiege hinaus. Hell scheint der Vollmond in den Hof. Unsere rotgetigerte
Katze huscht zwischen den Beinen der Träger hindurch. Ich folge dem
Sarg, und als ich die Augen hebe, sehe ich kurz ein blasses Gesicht am
Fenster der Nachbarwohnung auftauchen, ehe ein schwerer Vorhang meinen
Blick aussperrt.

Sie wollte kein großes Begräbnis. Wen sollten wir auch einladen? Ich
werde allein an ihrem Grab stehen, von unserem Ersparten einen Stein
kaufen, und damit ist ihr Leben beendet. Auf dem Stein wird ein Name
stehen, der nicht ihrer ist, und niemand wird ihre Geschichte kennen;
ganz so, wie wir es wollten.

Noch ist in mir kein Raum für Trauer. Doch als die Männer das Tor zur
Straße aufstoßen, folge ich ihnen nicht schnell genug; das Gitter
schlägt wieder zu und das schwere Eisen trifft schmerzhaft meinen Arm.

Mir schwant, was es bedeuten wird, allein zu sein. Allein mit der Schuld.

 

Die Schuhe

In: Literarischer Krimikalender 2014.
Cadolzburg, Ars Vivendi, 2013

Leseprobe aus Roberta ertränkt eine Gurke

Roberta ertränkt eine Gurke. Warum sie das tut? Womöglich ein Versehen? Oder ein Zufall?

Durch Robertas Geschichte spukt auch Professor Dr. Bernd H. Ein Zufallsforscher. Denn vielleicht wird unser Leben ja vom Zufall gelenkt, und es ist ganz vergeblich, nach Strukturen und logischen Zusammenhängen zu suchen, weil uns das Chaos regiert? Anton B. jedenfalls lebt nach der Dynamik von Ursache und Wirkung, deshalb hat er sich mit Gemüse für seine - zugegeben bizarren - Zwecke eingedeckt. Doch er hat nicht mit Roberta gerechnet...

 

Das nackte Licht

Nominiert für den Friedrich-Glauser-Preis 2016 "Beste deutschsprachige Kriminalgeschichte"

In: Glühweinopfer und Lebkuchenleichen. Ein fränkischer Adventskalender in 24 Kurzkrimis.
Cadolzburg, Ars Vivendi, 2015
ISBN 978-3-86913-576-2

Leseprobe aus Das nackte LIcht

Wie sehen eine Frau in einem roten Mantel die Straße hinabeilen. Ihre Schritte treiben dem Asphalt das Leben aus. Die Absätze klacken laut, ihr wütender Rhythmus zersplittert die Nacht. Ab und zu kratzt ein Absatz über das Pflaster und hinterlässt eine Narbe auf jemandes Nerven. Die Schritte dieser Frau sind das einzige Geräusch, das in der stillen Straße zwischen den Häusrn umherjagt wie Katzen aus Schatten.